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1945 - Erinnern, Gedenken und Mahnen

 

Die Kämpfe im Winter und Frühjahr 1945 westlich der Oder forderten Zehntausende Menschenleben und zerstörten eine einzigartige und von Generationen geschaffene Kulturlandschaft. 40 Orte des damaligen Kreises Lebus wiesen einen Zerstörungsgrad zwischen 60 und 100% auf. Küstrin, Wriezen, Alttucheband und Klessin gelten mit über 90 % als besonders betroffen. An zahlreiche Orten erinnern Denkmale und steinerne Zeugen an den Krieg. Der 1941 im Konzentrationslager Dachau verstorbene österreichische Schauspieler Fritz Grünbaum unterstrich die Bedeutung dieser historischen Stätten mit den Worten: „Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht!“

 

Die fachkundige Reiseleitung informiert Sie an historischen Orten über die militärischen Ereignisse und deren Folgen für die Menschen und die Landschaft. Wir schlagen Ihnen folgenden Ablauf vor:


 

Gedenkstätte Seelower HöhenGesamtansicht der Gedenkstätte Seelower Höhen

 

 
 
 
Ein Ort des Gedenkens und Erinnerns

 

Die Gedenkstätte Seelower Höhen erinnert an die militärischen Ereignisse des Jahes 1945 und deren Folgen für die Menschen und die Landschaft. Wenige Monate nach Ende der Schlacht errichteten Soldaten und Zivilisten das von Lew Kerbel geschaffene Denkmal und eine Kriegsgräberstätte. Während der Führung durch den Außenbereich der Gedenkstätte erfahren Sie mehr über die wechselvolle Geschichte des Erinnerns und Gedenkens an diesem Ort. Ein Blick auf das ehemalige Schlachtfeld und die Erläuterungen zum Verlauf der Kämpfe verdeutlichen die Ereignisse des Winters und Frühjahrs 1945. Im Museum vertiefen Informationstafeln, historische Sachzeugnisse und acht Medienstationen sowie der Film „Schlachtfeld vor Berlin“ die getroffenen Aussagen.


 

Kirchenruine in Alttucheband

Kirchenrunie in Alttucheband

 

 
 
"Zuletzt siegt immer das Ackerfeld über das Schlachtfeld."

 

Diese Worte von Theodor Fontane stehen exemplarisch für die 1945 zerstörte Kulturlandschaft. Trotzdem gibt es noch heute deutliche Spuren, die an die Kämpfe erinnern. Erfahren Sie während der Fahrt mehr vom Leben und Leiden der Soldaten beider Seiten und der Bevölkerung sowie vom schweren Anfang in den ersten Friedensjahren. Noch heute werden die sterblichen Überreste von gefallenen Soldaten vieler Nationen geborgen. Alleine im Kreis Märkisch-Oderland gibt es 174 Kriegsgräberstätten. Auch mehr als 70 Jahre nach Ende der Schlacht birgt die Erde noch tötliche Gefahren.


 

Ehemaliger Marktplatz von Küstrin

Ehemaliger Marktplatz in der Altstadt

 
 
 
 
Aus Küstrin wurde Kostrzyn!
 

 

Die Stadt Küstrin wurde Ende Januar 1945 zur Festung erklärt. Als die Kämpfe nach zwei Monaten beendet waren, lag die Stadt zu ca. 98 % in Schutt und Asche. Ein Gang durch die ehemalige Altstadt, die nie wieder aufgebaut wurde, verdeutlicht die Zerstörung in der ehemaligen geschichtsträchtigen Festungs- und Garnisonsstadt. Das Festungsmuseums informiert über die Geschichte der Stadt bis zu ihrem Ende. Aus Küstrin wurde Kostrzyn und die Oder Grenzfluss zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Polen.

Weitere Informationen:  http://muzeum.kostrzyn.pl/de/


 

Kriegsgräberstätte Lietzen

Deutsche Kriegsgräberstätte Lietzen

 
 
 
"Die Soldatengräber sind
die großen Prediger des Friedens"

 

Diese Worte von Albert Schweitzer sind Mahnung und Auftrag zugleich. In Lietzen haben weit mehr als 2000 deutsche Soldaten ihre letzte Ruhestätte gefunden. Die ersten Gefallenen wurden bereits im Febraur 1945 bestattet. Heute werden hier jährlich sterbliche Überreste von gefallen Wehrmachtsangehörigen, die in der Region geborgen werden, zugebettet.


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