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Landwirtschaft und Handwerk

Die Fahrt führt Sie durch das reizvolle Oderbruch und auf die angrenzende Höhe. Vor Jahrhunderten lebten die Oderbrücher vor allem vom Fischfang und einer auf wenigen Flächen begrenzten Landwirtschaft. Nach der Trockenlegung des Feuchtgebietes änderte sich vieles. Fruchtbares Land war gewonnen, die Zahl der Bewohner wuchs und das Handwerk hatte seinen festen Platz. Das Leben der „einfachen Leute“ blieb jedoch ein hartes.


 

Historischer Umzug

Korbmacherin Müller während des Festumzuges im Spinnerdorf Sophienthal

 

 

 

 
 
Bei der Korbmacherin Thea Müller

 

Im Korbmachermuseum Buschdorf hält Tea Müller die Tradition eines der ältesten Gewerke der Menschheit wach. Die von ihr beruflich betriebene Korbflechterei aus Weidenruten hat im Oderbruch schon eine lange Geschichte. Ihr Handwerk ist in den ehemaligen Klassenzimmern und Lehrerwohnungen der alten Schule zu bewundern.


 

Im Park von Möglin

Gutspark in Möglin mit der Gedenktafel

 

 

 

 

Albrecht Daniel Thaer schrieb Geschichte der modernen Agrarwissenschaft

 

 

 

 

 

In Möglin lebte und wirkte Albrecht Daniel Thaer, ein Begründer der modernen Agrarwissenschaft. Hier eröffnete er 1806 die „Mögliner Lehranstalt“, ab 1819 die "Königlich Preussische Akademie des Landbaus". Eine Ausstellung informiert über die wissenschaftliche Arbeit Thaers und deren Einfluss auf die preußische Landwirtschaft. Nachbauten historischer Ackerbaugeräte bieten Einblicke in die Feldarbeit jener Zeit.


 

Bockwindmühle in Wilhelmsaue

Bockwindmühle und sein Müller

 

 

 

 

 
 
 
"Es klappert die Mühle ...."

 

... aber nicht am Bach. Einst war das Oderbruch Mühlenland, denn fast jedes Dorf hatte eine weithin sichtbare Windmühle. Als letzte ihre Art steht in Wilhelmsaue bei Letschin eine Bockwindmühle, 1880 erbaut und heute wieder voll funktionsfähig. Bis 1956 war sie im Mehlbetrieb und danach noch einige Jahre als Schrotmühle in Betrieb.


 

Ziegenhof Zollbrücke

Loge des Ziegenhofes Zollbrücke

 

 
 
 
Wo die Ziegen noch Ziegen sein dürfen!

 

Auf dem Ziegenhof in Zollbrücke, unweit der Oder, leben 200 Deutsche Weiße Edelziegen, einschließlich des Nachwuchses und der Zuchtböcke. Sie haben auf den weiträumigen naturbelassenen Weiden genügend Auslauf und natürlich einen ungestörten Platz zum Meckern. In der hofeigenen Käserei wird die frische Milch von Hand veredelt und das ohne Konservierungsstoffe. Der Hofladen bietet hausgemachte Produkte - wie Milch, Käse, Fleisch und Eis - an.


 

Rapsfeld

Feld am Rande der Seelower Höhen

 

 

 
 
 
Durch Feld und Flur...

 

Während der Fahrt in Richtung Oder durchfahren wir weite Felder, überqueren Gräben und Altarme der Oder. In den früheren Jahren galt das Oderbruch als der Gemüsegarten von Berlin. Aber auch Hunderttausende Gänse und Enten fanden den Weg auf die Tische der Berliner. In den letzten Jahren haben sich die Bedingungen in der Landwirtschaft grundlegende verändert. Ein Spaziergang auf den Oderdeichen wird den informativen Tag beenden.